Gottesdienst des Bezirksapostels Rüdiger Krause in Flensburg

Und ich werde bleiben im Hause des Herrn ein Leben lang. 

Am Sonntag, den 22. Oktober 2023, diente unser Bezirksapostel Rüdiger Krause nahezu dem gesamten Bezirk Flensburg. Ein Chor aus ca. 80 Sängerinnen und Sängern hatte bereits am Vortag gemeinsam geübt und erfüllte die Mauern der großen Kirche in Flensburg mit seinem überwältigenden Klang auch im Festgottesdienst. Zur Einstimmung auf den Gottesdienst spielte zusätzlich ein Streichquartett mit Querflöte. Was für ein musikalischer Genuss!

Mit dem vierten Vers aus dem 23. Psalm, dem Textwort, gab der Bezirksapostel den anwesenden Geschwistern und allen per IP-TV Angeschlossenen wichtige und praktische Hinweise für den weiteren Glaubens- und Lebensweg an die Hand .

Naturgewalten, wie wir sie zum Beispiel an der Ostsee gerade erlebt haben, führen die Menschen an Grenzen. Wir sollten dem mit Demut gegenüberstehen und akzeptieren, dass wir uns manchem Geschehen in unserem Leben beugen müssen. Dennoch: In allem haben wir unseren lieben Gott zur Seite, der für uns immer da ist, wenn wir ihn in unser Herz lassen. Es ist unsere Entscheidung.

Der 23. Psalm ist wohl der berühmteste und enthält so viel Gutes für unser eigenes Leben. König David hat ihn auf der Flucht in einer vermeintlich ausweglosen Situation geschrieben, aus der Gott ihn gerettet hat.

Wie ist das bei uns?

Wir trauen dem großen Gott oftmals viel zu wenig zu! Selbst wenn uns die Situation ausweglos erscheint, können wir uns im festen Glauben auf Gottes Hilfe verlassen.

Auch in unserem Leben gibt es diese finsteren Täler. Wie schön ist es, wenn wir dann auf Glaubenserfahrungen bauen und zuversichtlich nach vorn blicken können, um so wie David kein Unglück zu fürchten.

Das Bild des Hirten mit seiner Herde steht für den dreieinigen Gott und seine Kirche. Nichts davon ist verloren. Dieses Erlösungswerk lebt. Gott hat davon nichts zurückgenommen. Das Angebot bleibt bestehen!

In stürmischen Zeiten ist es wichtig, dass wir zusammenstehen, so wie es auch die Schafe auf der Weide tun.

Stecken und Stab dienen dem Hirten, um auch einmal ein Schäfchen zum Schutz zu sich zu ziehen.

Wir dürfen dabei aber eines nicht vergessen: Gott mischt sich nicht in alles ein. „Euren Frieden lasse ich euch. Meinen Frieden gebe ich euch.“, so hat er es zugesichert.

Gutes und Barmherzigkeit werden mir

folgen mein Leben lang. Diese Erkenntnis hat David aus seinem Erleben mit Gott gewonnen. Mögen wir das auch so erkennen, wünschte der Bezirksapostel.

Ganz zum Schluss formuliert David einen Auftrag an sich selbst: Und ich werde bleiben im Hause des Herrn ein Leben lang. 

Vielleicht sind wir in unserem Leben an einem Punkt, an dem wir gerade für uns nochmal genau überlegen müssen, was wir wollen. Der Bezirksapostel wünscht uns allen die gläubige Haltung, um zu sagen: Ich bleibe im Hause des Herrn, auch wenn ich gerade nicht genau verstehe, was Gottes Plan und Wille ist.

Im Mitdienen griff unser Bischof Beckmann einige Gedanken nochmal auf und ergänzte: Eine grandiose Aussage, aber viel mehr noch, wenn man das selbst erlebt hat, ist, dass die, die auf den Herrn harren, neue Kraft kriegen, so wie es der Chor zum Wechsel vorgetragen hat.

Es ist der gute Hirte, dessen Stimme wir im Gottesdienst hören, den wir im Heiligen Abendmahl erleben. Niemand kann uns aus seiner Hand reißen. Nur wir selbst können gehen. 

Und auch der Bischof betonte noch einmal, dass es gerade dann wichtig ist, im Glauben zu bleiben, wenn man den lieben Gott mal nicht versteht.

Priester Täge, der Vorsteher der Gemeinde Flensburg, griff den freien Willen der Menschen in der Entscheidung für oder wider Gott gedanklich auf. Wir leben in einer Zeit, in der man den lieben Gott vielleicht manchmal fragt: Muss das jetzt sein? Es möge aber immer unser Bestreben sein zu sagen: Ich will bleiben im Hause des Herrn, um dabei zu sein, wenn er wiederkommt.

Als Überleitung zum Heiligen Abendmahl und zur Sündenvergebung gab uns Bezirksapostel Krause folgenden Hinweis:

Es ist ganz gut, sich die 10 Gebote nochmal durchzulesen. Wir als Menschen mauscheln uns das gern irgendwie zurecht, damit man die Fehler nicht sieht. Aber Gott ist klar. Er kennt dich. Vor ihm kannst du nichts verstecken. Wenn wir wahrhaftig Buße tun wollen, bedeutet das: sich etwas Konkretes vornehmen, um es zu überwinden.

Mit einem fulminanten „Jauchzet und singet“ fand der Festgottesdienst einen gebührenden Abschluss.